NDR Elbphilharmonie Orchester / Vilde Frang / Juraj Valčuha

NDR Elbphilharmonie Orchester / Vilde Frang / Juraj Valčuha
Veranstaltung

NDR Elbphilharmonie Orchester / Vilde Frang / Juraj Valčuha

Donnerstag, 22. April 2027
Beginn 20:00 · Ende 22:00
Elbphilharmonie (Großer Saal)
Platz der Deutschen Einheit 1
20457 Hamburg

Maschinell erstellt. Alle Angaben ohne Gewähr. Auf der Originalseite kannst du die Details gegenchecken.

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Über das Event

»Als ich ›Peter Grimes‹ schrieb, ging es mir darum, meinem Wissen um den ewigen Kampf der Männer und Frauen, die ihr Leben, ihren Lebensunterhalt dem Meer abtrotzten, Ausdruck zu verleihen.« Benjamin Britten musste es wissen: Seine Kindheit verbrachte der englische Komponist direkt an der stürmischen See. Auch die »Four Sea Interludes« aus seiner Oper »Peter Grimes« sind daher nicht etwa nur stimmungsvolle Naturschilderungen; vielmehr spiegeln die wechselnden Wetterbedingungen und Tageszeiten am Meer zugleich die Seelenzustände der dort lebenden Fischer und Matrosen.

Juraj Valčuha, längst gern gesehener Stammgast beim NDR Elbphilharmonie Orchester, kombiniert diese bewegten Seelen-Seestücke des 20. Jahrhunderts mit einer Sinfonie der deutschen Romantik, die ebenso tief in die menschliche Psyche blicken lässt. In diesem Fall in diejenige eines ganz bestimmten Menschen, nämlich des Komponisten selbst. »In mir paukt und trompetet es seit einigen Tagen sehr«, hatte der schwer erkrankte Robert Schumann im Herbst 1845 an Felix Mendelssohn geschrieben. Das Ergebnis war seine Zweite Sinfonie in strahlendem C-Dur, die in der Tat vom ersten Takt an mit Pauken und Trompeten auftritt und auch mit solchen endet. Dazwischen aber erlebt das Publikum das ganze musikalische Spiegelbild der zerrissenen Seele Schumanns.

So etwas wie die Seele der Ungarn, »ein Gefühl von Stolz und auch eine Art Liebeserklärung an Ungarn«, entdeckt die norwegische Ausnahmegeigerin Vilde Frang wiederum in Béla Bartóks Violinkonzert Nr. 2. Das Stück ist zu einem populären Klassiker des 20. Jahrhunderts geworden, in dem der Komponist die widerstrebenden Tendenzen seiner Zeit aufnahm und vollendet ins Werk setzte. Es beginnt hübsch klassisch in reinem H-Dur, wagt dann einen Flirt mit der Zwölftonmusik und spielt am Ende sogar mit Vierteltönen.

BESETZUNG

NDR Elbphilharmonie Orchester Orchester

Vilde Frang Violine

Juraj Valčuha Dirigent

PROGRAMM

Benjamin Britten
Four Sea Interludes op. 33a

Béla Bartók
Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 Sz 112

- Pause -

Robert Schumann
Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

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